Hausärztliche Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Henning Isbruch
Dr. med. Christiane Isbruch
Bernd Velten

Hausärztliche Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Henning Isbruch
Dr. med. Christiane Isbruch
Bernd Velten

Münsterstr. 45 (Ecke Kielstr.)
im Haus der Münster-Apotheke
44145 Dortmund

Telefon: (0231) 81 38 01
Telefax: (0231) 83 89 40
Rezepte: (0231) 86 44 64 08

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Hier können Sie unsere Hausärztliche Gemeinschaftspraxis für Innere und Allgemeinmedizin finden.

Die nächste U-Bahn-Station ist die Münsterstr. / Dietrich-Keuning-Haus (U41), sowie die Station am Brügmannplatz (U42, U46).

Wenn Sie mit dem Auto kommen, finden Sie Parkplätze in der Priorstr. / Ecke Zimmerstr. (2 Stunden kostenfrei) oder in der Tiefgarage des Dietrich-Keuning-Hauses (Leopoldstr.).

Die Praxis befindet sich im 2. Stock.
Ein Aufzug ist vorhanden.

Unsere Sprechzeiten

Montag
von  08:00  bis  12:00  Uhr
von  14:30  bis  17:00  Uhr
Dienstag
von  08:00  bis  12:00  Uhr
von  14:30  bis  18:00  Uhr
Mittwoch
von  08:00  bis  12:00  Uhr
Donnerstag
von  08:00  bis  12:00  Uhr
von  14:30  bis  17:00  Uhr
Freitag
von  08:00  bis  14:00  Uhr



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Gesundheitsnachrichten


Unter­schätzte Gefahr: Heller Haut­krebs immer weiter verbreitet

Unter­schätzte Gefahr: Heller Haut­krebs immer weiter verbreitet

Unter­schätzte Gefahr: Heller Haut­krebs immer weiter verbreitet

Kennen Sie den aktuellen Stand Ihres Sonnenkontos? Jeder von uns hat ein individuelles Sonnenkonto, verträgt also unterschiedlich viel UV-Strahlung. Ist das Konto überfüllt, kann Hautkrebs entstehen. Das ist immer häufiger der Fall: Immer mehr Menschen erkranken an hellem Hautkrebs - von 2009 bis 2015 nahmen die Fälle in Deutschland um mehr als 50 Prozent zu. Das zeigt der aktuelle Hautkrebsreport der Techniker Krankenkasse (TK).
Männer und Ältere stärker betroffen

Die Auswertung von Daten TK-Versicherter zwischen 2015 und 2017 zeigt außerdem: An hellem Hautkrebs erkranken deutlich mehr Männer als Frauen. Im Jahr 2017 waren von 100.000 TK-versicherten Männern 2.151 von der Diagnose betroffen, von 100.000 Frauen litten 1.868 unter hellem Hautkrebs. Bei beiden Geschlechtern stieg die Zahl der Betroffenen in den vergangenen Jahren stetig an, insbesondere bei den Frauen (um drei Prozent zwischen 2015 und 2017). Bezüglich des Alters betrifft der helle Hautkrebs vor allem Menschen ab 65 Jahren. 2017 waren in der Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen 3.371 von 100.000 Männern von der Diagnose heller Hautkrebs betroffen, bei den 75- bis 79-jährigen Männern mit 9.156 fast dreimal so viele. Bei den 85- bis 89-jährigen Männern stieg die Zahl auf 11.529.

Das Sonnenkonto ist irgendwann voll

"Der helle Hautkrebs entwickelt sich zu einer Volkskrankheit", sagt Tim Steimle, Leiter der TK-Arzneimittelversorgung. "Zwar ist er nicht so gefährlich wie das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs. Dennoch ist es sehr wichtig, dass heller Hautkrebs frühzeitig erkannt wird. Umso schonender kann er dann behandelt werden. In seltenen Fällen kann eine Art des hellen Hautkrebses, das Plattenepithelkarzinom, auch Metastasen bilden."

Insbesondere bei dem derzeitigen Wetter sollte jeder an seine Haut denken und sie gut schützen. "Auch wer wenig Sonnenbrände hat, kann später am hellen Hautkrebs erkranken", erklärt Steimle. Denn die Haut vergisst nicht: "Wir haben je nach Hauttyp ein größeres oder kleineres Sonnenkonto - und das ist irgendwann einfach voll." Wer häufig ohne Schutz in die Sonne geht, strapaziert das Sonnenkonto. Deshalb gilt es, die extrem starke Mittagssonne zu meiden und sich ausreichend mit Sonnencreme und Kleidung zu schützen. Heller Hautkrebs ist eine Berufskrankheit

Menschen, die viel im Freien arbeiten, haben ein höheres Risiko, am hellen Hautkrebs zu erkranken - ihr Sonnenkonto ist schneller gefüllt. Das gilt zum Beispiel für Landwirte, Beschäftige im Bauwesen oder Bademeister. "Da der Zusammenhang wissenschaftlich belegt ist, wird der helle Hautkrebs seit 2015 als Berufskrankheit anerkannt", sagt Steimle. Kürzlich veröffentlichte die Bundesregierung Zahlen, aus denen hervorgeht, dass bei der sogenannten Berufskrankheit "Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung" im Jahr 2017 mehr als 5.300 Fälle anerkannt wurden - 2015 waren es noch 2.000 Fälle. Nur jeder Fünfte geht zum Hautscreening

Erste Anzeichen des hellen Hautkrebses sind kleine, helle Flecken auf der Haut. Wer einen Verdacht hat, sollte frühzeitig zum Hausarzt oder Dermatologen gehen. Zur Vorsorge gehört, dass alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening durchgeführt wird. Im Zeitraum zwischen 2015 und 2017 nahm pro Jahr jedoch nur jeder fünfte TK-Versicherte eine Früherkennung in Anspruch. "Wir raten den Versicherten, den Anspruch auf das kostenlose Hautscreening wahrzunehmen, um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen", erklärt Steimle. Ab 35 gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf die Leistung. Die TK geht jedoch darüber hinaus: Bundesweit können alle TK-Versicherten bereits ab 20 Jahren das Hautkrebs-Screening in Anspruch nehmen, unter bestimmten Voraussetzungen auch schon ab 15. Viele Fälle in Sachsen, am wenigsten in Berlin und Bremen

Die Datenauswertungen im Hautkrebsreport zeigen auch regionale Unterschiede. 2017 waren in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern 2.816 und 2.484 von 100.000 Versicherten an hellem Hautkrebs erkrankt - das sind deutschlandweit die höchsten Werte. In Berlin und Bremen waren es mit 1.223 und1.324 deutlich weniger. Insgesamt gab es mehr Neuerkrankungen in Kreisen mit einer älteren Bevölkerung sowie mit einer größeren Zahl an niedergelassenen Dermatologen.

19.09.2019 DGA | Quelle: Techniker Krankenkasse


Nutri-Score senkt die Kalorienaufnahme – und die Zahl der Herzinfarkte

Nutri-Score senkt die Kalorienaufnahme – und die Zahl der Herzinfarkte

Studie berechnet in Frankreich erstmals den Einfluss der Nutri-Score-Ampel auf Krankheiten: Tausende Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs könnten verhindert werden.

Eine flächendeckende Einführung des Nutri-Score könnte die Kalorienaufnahme um durchschnittlich 9 % senken und Tausende Todesfälle durch ernährungsbedingte Krankheiten verhindern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universitäten Paris, Grenoble und Borbigny. Erstmalig wurde darin berechnet, wie sich ernährungsbedingte Krankheiten in Frankreich verringern würden, wenn alle Produkte mit dem Nutri-Score gekennzeichnet wären. Ergebnis: Die Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs würden um 3,4 % sinken. Tausende Menschen könnten länger leben, weil sie sich mit Hilfe des Nutri-Scores gesünder ernähren würden. „Diese neuen Forschungsergebnisse machen deutlich, dass es bei der Lebensmittelkennzeichnung letztlich um Menschenleben geht“, sagt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten DANK: „Erneut zeigt sich der Nutri-Score den anderen Systemen überlegen. Es führt daher kein Weg mehr daran vorbei, ihn in Deutschland einzuführen.“ Die Forscher nutzten die Daten einer vorherigen Studie, die in einem Experiment gemessen hatte, wie sich der Einkaufskorb verbessert, wenn alle Produkte mit dem Nutri-Score oder mit einem von 4 weiteren Nährwertlabels gekennzeichnet werden. Sie zogen dann Daten zum Ernährungsverhalten der (französischen) Gesamtbevölkerung hinzu und berechneten, wie sich Kalorienaufnahme und Nährwertzusammensetzung durch die Labels verändern würden - unter der Annahme, dass die eingekauften Lebensmittel auch so gegessen werden. Demnach würde der Nutri-Score die Gesamtkalorienaufnahme pro Person um durchschnittlich 9 % senken. Die Menschen würden rund 180 Kilokalorien pro Tag weniger essen. Auch die Zusammensetzung der Nahrung wäre gesünder durch mehr Obst (plus 12,4 %), Gemüse (plus 5,4 %) und Ballaststoffe (plus 7,2 %) und weniger gesättigte Fettsäuren (minus 29,9 %) und Salz (minus 4,1%). Im letzten Schritt berechneten die Forscher, wie sich diese verbesserte Ernährung auf die Gesundheit auswirken würde. Sie speisten dazu zusätzlich Daten über die statistischen Zusammenhänge zwischen der Art der Ernährung und der Häufigkeit von Folgeerkrankungen und Sterbefällen in ein Rechenmodell. So konnten sie berechnen, wie viele Sterbefälle das jeweilige Label über die verbesserte Ernährung verhindern würde. Ergebnis: Von allen 5 Labels würde der Nutri-Score die meisten Todesfälle durch ernährungsbedingte Krankheiten verhindern. Binnen einem Jahr würden 7680 Personen weniger versterben, das entspricht einem Minus von 3,4 %. Bei den anderen Labels wären es weniger. Auch wenn diese Ergebnisse nicht zwangsläufig 1:1 auf andere Länder übertragbar sind, so zeigen sie doch, dass der Nutri-Score die Auswahl gesünderer Lebensmittel im Vergleich zu anderen Labels am besten fördert und darüber letztendlich zahlreiche Todesfälle vermeiden kann. „Es gibt kein echtes Argument mehr gegen den Nutri-Score“, sagt Bitzer, „auch der Vorwurf, er würde die Kalorienaufnahme nicht beeinflussen, ist spätestens jetzt entkräftet. Ernährungsministerin Julia Klöckner muss diese überwältigenden Nachweise endlich zur Kenntnis nehmen und den Nutri-Score in Deutschland einführen.“ An der Studie war auch die Forschergruppe beteiligt, die den Nutri-Score entwickelt hat. Egnell, Manon et al.: Modelling the impact of different front-of-package nutrition labels on mortality from non-communicable chronic disease. Int J Behav Nutr Phys Act. 2019; 16: 56.

17.09.2019 DGA | Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V.


Feinstaub: Unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße

Feinstaub: Unterschätztes Risiko für Herz und Gefäße

Herzstiftung warnt vor Gesundheitsschäden durch Feinstaub

Luftschadstoffe wie Stickstoffoxide und Feinstaub gelten als besonders gesundheitsschädlich. Vielen Menschen ist spätestens seit den öffentlichen Diskussionen um Dieselfahrverbote und die Abschaltung von Braunkohlekraftwerken besonders Stickstoffoxid aus Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen für Kohle (auch Öl, Gas, Abfälle) als Verursacher von Entzündungsprozessen bekannt, die mit einer Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. „Feinstaub ist aber das größere, vor allem aber das noch immer unterschätzte Gesundheitsrisiko“, betont der Kardiologe und Pharmakologe Prof. Dr. med. Thomas Meinertz in der aktuellen Ausgabe von HERZ heute, der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de). „Je größer die Feinstaubkonzentration in der Atemluft ist, desto wahrscheinlicher sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“ Dass Feinstaub ein ebenso großer Risikofaktor von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist wie die klassischen Faktoren, also hoher Blutdruck, Rauchen, Zuckerkrankheit und hohes LDL-Cholesterin, bestätigte 2019 eine Studie in der Fachzeitschrift „European Heart Journal.“(1)

Was macht Feinstaub zum Risiko für Herz und Gefäße? Das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung steigt dadurch, dass Feinstaub, insbesondere der Ultrafeinstaub bei einer Partikelgröße kleiner als 0,1 Mikrometer (= Größe eines Virus) nach Inhalation durch das Lungenepithel sofort in die Blutbahn übertritt und von dort in die Gefäßwand. „Dadurch werden chronische Entzündungsprozesse ausgelöst und damit die Arteriosklerose begünstigt. Bei Menschen, die chronisch der Luftverschmutzung ausgesetzt sind, kann es zum vorzeitigen Ausbruch der wichtigsten Erkrankungen in den Gefäßen, die das Herz und das Gehirn versorgen, kommen. Folgen sind Herzinfarkte und Schlaganfälle“, erläutert Prof. Meinertz. Insbesondere ältere Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen sollten sich bei hoher Luftverschmutzung besonders wenig außerhalb des Hauses aufhalten.
Das Gefährdungspotenzial von Feinstaub für die Gesundheit sehen auch das Umweltbundesamt und Wissenschaftler der Nationalen Akademie Leopoldina. Sie halten die Feinstaub-Grenzwerte für zu lax und sie sehen eine Absenkung der Feinstaubgrenzwerte und eine „nachhaltige Verkehrswende“ als notwendig. Auch die Deutsche Herzstiftung hält schärfere Grenzwerte im Sinne des vorsorglichen Gesundheitsschutzes für zwingend erforderlich. „Saubere Luft ist ein hohes Gut: Je sauberer die Luft ist, desto seltener leiden die Menschen an Schlaganfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs oder Atemwegsproblemen. Das haben zahlreiche Studien gezeigt. Jetzt ist entschlossenes politisches Handeln notwendig“, fordert der Herzstiftungs-Experte.

(1) Lelieveld, Jos et al. (2019), European Heart Journal, doi org/10.1093/eurheartj/ehz135

Hintergrund: Feinstaubpartikel teilt man ihrer Größe nach in Gruppen ein, je winziger die Teilchen sind, desto weiter können sie in den Körper vordringen: Partikel kleiner als zehn Mikrometer (PM 10) verbleiben größtenteils in den oberen Atemwegen; Partikel kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) gelangen bis in die Lungenbläschen. Ultrafeine Partikel (Ultrafeinstaub) mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometer können in den Blutkreislauf übertreten.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt einen Grenzwert von zehn Mikrogramm Feinstaub (Partikelgröße 2,5) pro Kubikmeter Luft als Vorgabe. Deutschland – wie die gesamte Europäische Union – liegt mit einem Grenzwert im Jahresmittel von 25 Mikrogramm (PM 2,5) beziehungsweise 40 Mikrogramm (PM 10) pro Kubikmeter Luft erheblich über der WHO-Empfehlung.
Eine Feinstaubkonzentration von mehr als zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Luft verkürzt nach Studienergebnissen des Projekts „Global Burden of Disease“ (2004) der WHO die durchschnittliche Lebenserwartung statistisch um rund ein Jahr. Weltweit, schätzt die Fachzeitschrift „Lancet“ (2017), ist die Luftverschmutzung für etwa neun Millionen vorzeitige Todesfälle verantwortlich.

Mehr zum Thema Feinstaub als Herz-Kreislauf-Risikofaktor und weitere Literaturhinweise erhalten Sie in dem Beitrag „Dicke Luft“ in der aktuellen Ausgabe von HERZ heute 3/2019


HERZ heute: Probeexemplar anfordern! Die Zeitschrift HERZ heute erscheint viermal im Jahr. Sie wendet sich an Herz-Kreislauf-Patienten und deren Angehörige. Mitglieder der Deutschen Herzstiftung erhalten die Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung regelmäßig und kostenfrei. Ein kostenfreies Probeexemplar der neuen Ausgabe HERZ heute 3/2019 ist unter Tel. 069 955128-400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de erhältlich.

12.09.2019 DGA | Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.